13/03/2007 18:11 Alter: 11 yrs

"Die Jugend"

Kategorie: 84/2007 - Jugend 84/2007 - Jugend

??Die Jugend?, hat Jean-Paul Sartre geschrieben, ?will, dass man ihr befiehlt, damit sie die Möglichkeit hat, nicht zu gehor-chen." Womit eigentlich schon fast alles gesagt ist. Gescheite Sprüche über Alter und Jugend gibt es in Hülle und Fülle. Aber die wissenschaftliche Forschung auf diesem Gebiet ist noch relativ neu. Früher galten Kindheit und Jugend vor allem als Vorbereitungszeit auf das Erwachsenenleben. Seit einiger Zeit ist das an-ders geworden: Gesellschaftswissenschaftler, Psycho-logen und Pädagogen haben die Jugend als eigenstän-dige Lebensphase anerkannt. Inzwischen wird sogar zwischen verschiedenen Jugendphasen unterschieden. Jede dieser Phasen hat spezifische Bedürfnisse, Stärken und Schwächen. Dieser Differenzierung trägt eine mo-derne Jugendarbeit Rechnung. imedia Titelbild: Guy Hoffmann EDITORIAL Im Sommer 2002 beschloss die Stadt Luxemburg, ei-nen Jugendkommunalplan einzuführen, der dazu bei-tragen soll, die städtischen Angebote für Jugendliche zu koordinieren und zu verbessern sowie neue Ange-bote auszuarbeiten. Diese Initiative kam nicht von ungefähr. Bereits 1996 hatte das Jugendministerium die ?Lignes Directrices de la Politique du Ministère de la Jeunesse" veröf-fentlicht. In diesem Dokument wird ein möglicher Organisationsrahmen für eine kommunale Jugendpla- nung skizziert. Die wichtigste Idee des Jugendkom- munalplans ist die Aufforderung an die Gemeinden, Jugendpolitik als ein Ganzes anzusehen und vor allem unter Beteiligung der Jugendlichen zu planen. Auf der Basis dieses Planes wurden 2001 in der Ge-meinde erste Weichenstellungen vorgenommen. Die notwendigen Gremien wurden gegründet. Gleichzeitig wurden im städtischen Jugenddienst die nötigen Perso- nalressourcen aufgebaut. In dieser ons stad-Nummer haben wir versucht, das Thema Jugend so differenziert wie möglich anzuge-hen. Und zwar in einer kleinen europäischen Haupt-stadt, wie sie multikultureller nicht sein könnte. rd.


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84/2007 - Jugend

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