21/03/1997 19:17 Alter: 22 yrs

Sankt Nikolaus: Zum Schutzpatron der Kinder wurde der legendäre heilige erst im 16. Jahrhundert

Kategorie: 54/1997 - Krautmarkt 54/1997 - Krautmarkt
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Sankt Nikolauss: Zum Schutzpatron der Kinder wurde der fegendeire Seifige erst im 16. Yahrhundert 22 Se spillen a lafen eweg vum Haus De Bredewe of ann zur Part eraus Ann emmer nach weider, ? si passen nëtt op Ann dann iwer d'Llelzecht, lanscht d'Schanz erop. Se lafen bis op de Verlurekascht. Do hunn s'ausser Otem ere'sc.ht gerascht. Et ass e Schreiner, e wunt um Fësc.hmârt Ann se hunn ons dTurten all zogespârt. Et wor we'ns dem Fankes, et d'et ons Led, Well mur kre'e mer den Deckel gefet!" Die Ursprünge des heiligen Nikolaus, der gleichermaßen im Orient und im Abendland verehrt wird, werden auf zwei historische Persönlich- keiten zurückgeführt, nämlich auf einen Bischof namens Nikolaus von Myra (Lykien, wahrscheinlich zu Beginn des 4. Jahrhunderts), und auf einen Abt, Nikolaus von Sion, der später Bischof von Pinara (Lykien) wurde und im Jahre 564 verstarb. Aus dem seit dem 6. Jahrhundert nur in Myra verehrten Heiligen entwickelte sich dann nach und nach die Gestalt des byzantinischen Nikolaus, im 9. Jahrhundert zuerst in Italien, im 10. Jahrhundert dann auch in unserer Gegend. Dieser Heilige gilt als Schutzpatron der Schiffer, Kaufleute, Bäcker, Schüler u.a. Er wird regional als Helfer in der Not verehrt, sein Namenstag ist der 6. Dezember. Durch das Schulpatronat des Heiligen nahm seine Verehrung zuerst in Klosterschulen brauchtümliche Formen an. Der 6. Dezember erscheint dann logischerweise auch zuerst in Schulen als alljährlicher Besche-rungstag. Der Brauch, an den Vorabenden des 6. Dezembers für die Kinder Schuhe vor die Haustüre zu stellen, in die der heilige Nikolaus dann des Nachts seine Gaben legt, ist seit dem 16. Jahrhundert bezeugt, und schon bald danach wird an diesem Jahrestag vielerorts in Europa die Einkehr eines als Nikolaus verkleideten weißbärtigen Mannes, der die Kinder prüft und sie entweder beschenkt oder mit der Rute bestraft, zur festen Tradition. Für die Bestrafung ist später dann allerdings nur noch die Figur des gefürchteten Knecht Ruprecht (Housécker) zuständig. Die Zeichnungen und Verse auf dieser Seite, die das alte, schaurig schöne Kleeserchers-Märchen nacherzählen, haben wir einem Kinder- buch des Luxemburgers Georges Schmitt entnommen, das dieser im Jahre 1944 für seine Söhne zusammengestellt hatte. Sei Papp ass Koschter zo' Zinniklos. ?Dat ass jo gerot, dë kennen ec.h gudd! Wëll ech sin de Metzeler Jongebludd! Dir git mer net fort! Dir bleiwt eb o hei! Ech machen d'Sach mat de Papp mur an &Rel. Lo huelen ech gangs eng Matras erof, Do let der iech drop ann da gëtt geschlof!"


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