30/09/1990 17:12 Alter: 28 yrs

Stater Chronik

Kategorie: 35/1990 - Busse 35/1990 - Busse
Author:

?Vom 10. bis zum 12. September besichtigte die isländische Staatspräsi- dentin Vigdís Finnbogadéttir das Großherzogtum Luxemburg. Es war ein Staatsbesuch, bei dem immer wie- der die Gemeinsamkeiten der beiden Kleinstaaten in den Vordergrund gestellt wurden. Auf unsern Bildern RUnr4 sieht man Frau Finnbogadöttir und ihre Gastgeber, die großherzogliche Familie, zusammen mit Bürgermeiste- rin Lydie Wurth-Polfer und dem hauptstädtischen Schöffenrat wäh- rend des herzlichen Empfangs, den die Stadt dem hohen Gast bereitet hatte. Isländische Präsidentin auf Staatsbesuch in Luxemburg Das neue Stadion an der Arloner Straße Das hauptstädtische Stadion erstrahlt in neuem Glanz: Die 1931 erbauten Anlagen wurden generalüberholt und mit all dem Komfort ausgestattet, den Sportler und Zuschauer heutzutage erwarten. Wenige Tage nach der offiziellen Einwei- hungsfeier erlebten die Zuschauer mit dem 2-3 unserer Nationale lf gegen Weltmeister Deutschland gleich mit dem ersten Spiel eine Begegnung von historischer Bedeutung für unsere Sportwelt.Nach über vierjährigen Arbeiten war es am vergangenen 5. November endlich soweit: Stadtbürgermeisterin Lydie Wurth-Polfer sprach während ihrer Eröffnungsrede von ?einem Tag der Freude", an dem eine über 90jäh-rige ?alte Dame" zu neuem Leben erwache. Die völlig restaurierte und reno- vierte ?Badanstalt" ist von außen betrachtet schon ein architektonisches Die alte ?Badanstalt" im neuen Kleid: Ein wahrhaft ästhetisches Badevergnügen Juwel, mit ihren zahlreichen Referen-zen an die Jahrhundertwende, und im Innern wurde moderner Badekomfort (Freizeitbecken, Whirlpool, Sauna, türkisches Bad, Solarium, Trimmge-räte usw.) zusammen mit Jugendstil- Elementen zu einer gelungenen Sym-biose vereint. Ein Bau der Jahrhundertwende für das Jahr 2000! ?Louvignys-Gaass" wurde Fußgängerzone Am Samstag, den 6. Oktober wurde die Rue Louvigny im Beisein zahlreicher Autoritäten von Stadtbür- germeisterin Lydie Wurth-Polfer offi- ziell ihrer Bestimmung als Fußgänger- zone übergeben. Somit ist auch diese geschichtsträchtige Straße im Herzen der Stadt für Geschäftsleute und Kun- den attraktiver geworden.Villa Vauban: L'aventure picturale de Henri Dillenburg Tel était le titre du très bel album publié au début de l'année par Tony Lammar, et telle est la réalité de l'exposition que la ville de Luxem- Renée Wagener als neue Stadträtin vereidigt Am 8. Oktober rückte die 28jäh-rige Renée Wagener nach dem Rota- tionsprinzip anstelle von Marie-Paule Paulus-Ludovicy bei der ?Gréng- Alternativen Partei" (GAP) im Luxemburger Gemeinderat nach. Renée Wagener, die halbtags in der Nationalbibliothek sowie als Redak-teurin des ?Grénge Spoun" arbeitet, ist politisch vor allem in der Frauenbe-wegung und im Dritt-Welt-Bereich tätig. bourg consacre depuis le 10 novembre ce peintre dont l'aventure peut aussi être qualifiée de solitaire. Et telle elle a été tout au long assumée, voire re-vendiquée. Cela tient à. l'homme. Et de même que l'homme, l'artiste a tou-jours été ennemi de toutes sortes de ménagements. Uceuvre en porte té-moignage. Cette exposition permet pour la première fois de la découvrir dans son entier, dans son exact dérou- lement, loin des modes, loin des faux problèmes, comme celui de la figura-tion et de l'abstraction. Sur deux axes, paysages et figures, la voici donc qui se déploie, mettant en oeuvre tels élé-ments, tels moyens, pour aboutir à. un art d'une extrême exigence. L'exposition est ouverte jusqu'au 7 janvier 1991 tous les jours, sauf le mardi, de 13.00 à 18.00 heures et les samedis et dimanches de 9.00 à. 12.00 et de 15.00 à. 19.00 heures. Des visites guidées ont lieu tous les jeudis et sa-medis à. 15.00 heures et, sur rendez- vous, pour les groupes et les classes scolaires par téléphone au 4796-2766. L'entrée est gratuite. Zum 100. Geburtstag von Dwight D. Eisenhower Vor 100 Jahren, am 14. Oktober 1890, wurde in Denison (Texas) Dwight D. Eisenhower geboren, der spätere Oberbefehlshaber der alliier- ten Truppen in Europa während des Zweiten Weltkrieges und maßgebliche Befreier Luxemburgs vom Nazismus. In dankbarer Erinnerung an die- sen großen General wurde am 26. August die kleine Straße, die unweit vom ?Irrgarten" zum amerikanischen Friedhof führt, nach seinem Namen benannt. Außerdem wurde zu seinem Andenken ein schlichter Sandstein aufgestellt, in den über seinen Namen die fünf Generalssterne eingemeißelt wurden.Zum Gedenken t Nach langjähriger Krankheit verschied am 12. Februar 1990 der 72jährige Vizepräsi- dent des Luxemburger Staatsrates Edmond Reuter. Der 1918 in Weiler-la-Tour geborene Professor war zeitweilig Leiter der ?Université des Sciences Comparées" und wurde danach Direktor des Luxemburger ?Centre Universi- taire". 1972 wurde er Mitglied des Staatsrates und 1988 dessen Vizepräsident. Als engagier- ter Liberaler war Edmond Reuter in den sech- ziger Jahren Generalsekretär der DP und lang- jähriger Journal-Leitartikler. Dem Luxembur-ger Stadtrat gehörte er von 1974 bis 1975 und von 1979 bis 1981 an. Robert Krieps war ein Politiker mit Ecken und Kanten, eine stadt- und landbe- kannte Persönlichkeit. Als sozialistischer Minister unterstanden ihm die Ressorts Justiz, Erziehungswesen, Kultur und Umwelt. Er wirkte in den Regierungskoalitionen von 1974- 1979 und von 1984-1989 als konsequenter Reformer (Demokratisierung der Kultur, Humanisierung im Strafprozeß). Der 1922 in Dalheim geborene Jurist war wegen seiner Resistenzarbeit im Krieg von den Nazis in die Konzentrationslager Hinzert, Natzweiler und Dachau verschleppt worden, eine Erfahrung, die ihn zeit seines Lebens zum vehementen Gegner von Gewalt und Faschis-mus machte. Robert Krieps amtierte auch als Kommu- nalpolitiker im Luxemburger Stadtrat, dessen Mitglied er von 1964 bis 1974 und von 1982 bis 1984 war. Der nach den Landeswahlen von 1989 als Europa-Abgeordneter nach Straßburg ent-sandte Politiker starb am 1. August 1990 in einem Pariser Krankenhaus an Herzversagen. Am 7. Juni 1990 verstarb der 73jährige ehemalige Regierungskommissar und Direk- tor der ?Ecole Supérieure du Travail" Gaston Glaesener. Er hatte seine berufliche Laufbahn 1938 als Lehrer in Ettelbrück begonnen und war danach jahrzehntelang Lehrbeauftragter an einer hauptstädtischen Berufsschule. Gaston Glaesener, ein sozial denkender und engagierter Mensch, war hauptstädtischer LSAP-Gemeinderat von 1979 bis 1981 und von 1984 bis 1987. René Urbany, 1927 in Oberbesslingen als Sohn des Gründungsmitgliedes der Luxem- burger kommunistischen Partei Dominique Urbany geboren, setzte sich ein Leben lang für die Belange der arbeitenden Menschen ein, als Journalist und langjähriger Direktor der ?Zei- tung vum Létzebuerger Vollek", als KP-Abgeordneter im Parlament von 1975 bis zu seinem Tode und als hauptstädtischer Gemein-derat von 1966 bis 1979 und von 1988 bis 1989. René Urbany starb am 10. Oktober 1990 in einem hauptstädtischen Krankenhaus. Am 14. Oktober 1990 verschied unerwar-tet der bekannte Maler Mars Schmit im Alter von 58 Jahren. Der hauptberuflich als Lehrer am ?Lycée Technique du Centre" tätige Künst-ler hatte sich vor allem mit seinen Aquarellmo- tiven von Stadt und Land einen Namen gemacht.


Dateien:
PDF(1.0 Mb)

35/1990 - Busse

p.  1