30/09/1990 17:12 Alter: 28 yrs

Was bedeuten die Straßennamen der Stadt?

Kategorie: 35/1990 - Busse 35/1990 - Busse
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?Was bedeuten die Straßennamen der Stadt? Pépin-le-Br f a. (Rue) Verbindet den Boulevard Marcel Cahen mit der Rue Auguste Neyen (Merl). Pippin der Kleine oder der Jüngere war der Sohn Karl Martells aus dem austra-sischen Geschlecht der Pippiniden, die als Hausmeier der unfähigen und entar-teten Merovinger die eigentliche Macht ausübten. 751 gelang es Pippin durch einen Staatsstreich, den letzten Mero- vingerkönig Childerich III. abzusetzen. Mit Zustimmung des Papstes ließ er sich in Soissons von den Großen des Reiches zum König wählen und von Bonifatius salben. Große Teile seiner reichen Stammgüter lagen in unserem Land; er verweilte des öfteren hier und soll mit Vorliebe in Diedenhofen Hof gehalten haben. In Italien schlug er die den Papst bedrängenden Langobarden zurück. In der sogenannten ?Pippinischen Schen-kung", die später von Karl dem Großen bestätigt und erweitert wurde, übertrug er gegen den Einspruch von Byzanz dem Papst die eroberten Gebiete zu ewigem Besitz; somit begründete er den Kirchenstaat, die politische Herrschaft des Papstes über weite Gebiete Italiens von Ravenna bis nach Rom, die bis 1870 dauerte. Pippins Sohn und Nachfolger war Karl der Große. Pershing (Boulevard John J.) Verbindet die venue du Bois mit der Rue de l'Avenir (Limpertsberg). Nordamerikanischer General (1860- 1948). Im ersten Weltkrieg war er der Oberbefehlshaber der amerikanischen Streitkräfte in Frankreich. Am 21. November 1918 zog er an der Spitze sei-ner Truppen in Luxemburg ein, nach-dem er am 18. November aus seinem Hauptquartier eine Proklamation an das Luxemburger Volk erlassen hatte. Neben der Großherzogin Maria-Adel- heid hielt er mit anderen amerikani-schen Offizieren vor dem Balkon des Palais die Parade seiner Soldaten ab. 27 Pen si s (Rue Henri) Straße zwischen der Route d'Esch und der Rue André Chevalier (Gasperich). Musikalischer Leiter von Radio Luxem-burg, Dirigent des Symphonieorche-sters und Komponist. Am 31. Mai 1901 in Clausen geboren, wurde er nach seinen Studien in Deutschland und nach einer Tätigkeit als Geigensolist an verschiedenen Orchestern mit der Leitung des am 15. Juli 1933 gegründeten Orchesters von Radio Luxemburg betraut. Einige Monate später, am 28. November 1933, fand im Saal des Bürgerkosmos das erste öffentliche Konzert des jungen Ensem-bles statt, dessen Ruf über die Grenzen des Landes hinausreichte. Das erste internationale Auftreten der Künstler unter ihrem Dirigenten fand 1937 im Théâtre des Champs Elysées in Paris statt, wo Chor und Orchester unter anderen Werken auch Beethovens 9. Symphonie darboten. Das Repertoire umfaßte neben klassischen Werken auch Kompositionen von H. Pensis und vor allem zahlreiche musikalische Schöp- fungen des 20. Jahrhunderts. Als mit dem Ausbruch des Krieges im September 1939 Radio Luxemburg auf Befehl der Regierung seine Sendungen einstellte, wurde auch das Radioorche-ster aufgelöst, und Henri Pensis zog in die Vereinigten Staaten, wo er in New York seine Tätigkeit als Dirigent fort- setzte. 1945 kehrte er nach Luxemburg zurück and übernahm wieder die Lei- tung des Orchesters bis zu seinem Tode am 1. Juni 1958. Ein letztes Mal war er an die$Öffentlichkeit getreten mit einem Galakonzert zum Anlaß der Weltaus- stellung 1958 in Brüssel.


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