Forschung

In David Finchers Film „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ wird ein Baby als Greis geboren, um dann bei zunehmender Lebensdauer immer jünger zu werden. Genauso geht es dem Computer. Vor 75 Jahren erblickte ein Versuchsmodell eines digitalen Rechners in Berlin das Licht der Welt. Sein Vater, der deutsche Bauingenieur Konrad Zuse, taufte ihn auf den Namen Z3. Der Neugeborene war ein großer, übergewichtiger, schwerfälliger, bedächtiger, einsamer, alter Herr. Heutige Computer sind kleine, schlanke, gewandte und gesellige Wesen, die, dem Internet sei Dank, viel kommunizieren : mit Menschen – oder schlicht untereinander.

Um junge dynamische Computer geht es gleich in vier Beiträgen dieser ons stad : den digitalen historischen Stadtatlas, die interaktiven Roboterassistenten in den Städtischen Museen – beides Forschungsprojekte, welche die Stadt Luxemburg finanziell unterstützt –, ein interaktiver Tisch für künftige Stadtentwickler und ein Forschungskonzept für eine intelligente, nachhaltige Stadt. Weitere Themen sind die Krebs- und Altersforschung, die Mehrspra-chigkeit in unseren Grundschulen und unser Gespräch mit dem Wissenschafts-vermittler des Fonds National de la Recherche.

Meist bedeutet Forschen, zunächst einmal geduldig Daten zu sammeln und auszuwerten. Diese Erfahrung machten jonk Fuerscher, die 2016 beim gleichnamigen Wettbewerb erfolgreich mitgemacht haben. Die Stadt Luxemburg unterstützt die Stiftung Jonk Fuerscher – sie investiert demnach in die nächste Forschergeneration. 

ch.g.