Das Magazin

ons stad ist eine Kulturzeitschrift mit historischen und kulturellen Beiträgen zur gesellschaftlichen Entwicklung der Stadt Luxemburg. Seit November 2018 ist Simone Beck verantwortliche Koordinatorin von ons stad, in enger Zusammenarbeit mit dem Redaktionskomitee, bestehend aus Astrid Agustsson (verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Luxemburg) Jeanne Schneider (Projektmanagerin), Catherine Krier (Kulturprojektmanagerin) und Guy Thewes (Direktor der städtischen Museen). Sämtliche Ausgaben und Artikel von ons stad sind auf dieser Webseite abzurufen. Die einzelnen Artikel können auch im pdf-Format ausgedruckt werden. Seit der Ausgabe 131, die im Mai 2025 erschienen ist, wird die Zeitschrift nicht mehr an alle Haushalte im Stadtgebiet verteilt, sondern ist nur noch im kostenlosen Abonnement erhältlich. Die Anmeldung kann online über den nachstehenden Link erfolgen. Ressourcenverknappung und Umweltschutz sind die Gründe für diese neuen Vorgehensweise.

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D’Industriestad Lëtzebuerg: Tempi passati?

Es ist interessant festzustellen, wie sehr sich die Wirtschaftsstruktur der Stadt Luxemburg innerhalb weniger Jahrzehnte verändert hat. Es gibt nur noch wenige Fabriken auf einem Gebiet, das früher Hunderte von Unternehmen aller Größen und aus allen Branchen beherbergte. Noch vor hundert Jahren stellte man mitten in der Innenstadt Knöpfe oder Möbel her, destillierte Branntwein oder röstete Kaffee (was übrigens in der Grand-Rue noch immer geschieht).

Die Menschen, die in den zahlreichen Industriebetrieben arbeiteten, lebten in Häusern in Hollerich, Gasperich oder Bonneweg, die noch heute die Lebensweise ihrer ersten Bewohner widerspiegeln. Es versteht sich von selbst, dass sich die Villen der Industriellen und Eigentümer deutlich von den beengten Wohnungen ihrer Beschäftigten unterschieden. Es sei bedauerlich, dass moderne Bauten ohne jeden Charme und ohne historischen Hintergrund so viele schöne bürgerliche Häuser ersetzt haben.

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